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Markt16. September 2026

Meta entwickelt Kamera-freie Smart Glasses gegen Datenschutz-Skandale

Meta arbeitet an einer kameralosen Smart-Glasses-Variante namens Luna, die bereits im Oktober erscheinen könnte. Das Gerät soll die Kontroversen um die bisherigen Ray-Ban-Brillen mit eingebauten Kameras beenden, die wegen heimlicher Videoaufnahmen als „Perverts Glasses" kritisiert wurden.

Meta hat mit seinen kameragestützten Ray-Ban Smart Glasses erhebliche Reputationsprobleme bekommen. Eine BBC-Untersuchung deckte auf, dass Frauen heimlich gefilmt und ohne Zustimmung auf TikTok veröffentlicht wurden. Ein weiterer Bericht zeigte, dass Auftragnehmer in Nairobi auch sensible Aufnahmen von sich ausziehenden Personen und Badezimmern gesichtet hatten.

Die Folgen waren gravierend: Das Unternehmen musste sich mit Sammelklagen, Ermittlungen des texanischen Justizministeriums und Forderungen der ACLU auseinandersetzen, die Gesichtserkennung einstellen sollte. Sogar Behörden äußerten Bedenken – interne Memos der NYPD und von Homeland Security warnten vor heimlichen Aufnahmen in Gefängnissen und Regierungsgebäuden.

Die neue Luna-Brille soll diese Probleme durch den Verzicht auf eine Kamera lösen. Stattdessen verfügt sie über sechs Mikrofone zur Sprachsteuerung von Metas KI-Assistenten und soll schlankere Bügel haben. Der Trade-off ist allerdings deutlich: Luna kann weder versteckt filmen noch das Hauptfeature der bisherigen Modelle bieten – POV-Foto- und Videoaufnahmen aus der Ich-Perspektive.

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