Der Kryptomarkt gerät unter Druck durch geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie neue Signale von Fed-Chef Kevin Warsh. Bitcoin kämpft mit massiven ETF-Abflüssen und schwacher institutioneller Nachfrage.
Die Märkte reagierten am Mittwoch nervös auf gemischte Aussagen von Präsident Trump zum Iran-Abkommen und die erste Sitzung des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Während die USA und der Iran ein formales Abkommen unterzeichnen sollen, äußerte Trump Zweifel an der Endgültigkeit des Deals und drohte mit weiteren militärischen Maßnahmen. Investoren befürchten, dass Öllieferungen durch die Straße von Hormuz blockiert bleiben könnten, was den Inflationsdruck verschärft.
Bitcoin büßt an Stärke ein: Der Kurs konnte sich seit Mitte Mai nicht dauerhaft über 80.000 Dollar halten. Besonders bemerkenswert sind die $2,1 Milliarden an Nettoabflüssen aus US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs im Juni. Hinzu kommt, dass Bitcoin auf Coinbase mit einem Discount zu internationalen USDT-Paaren gehandelt wird – ein klares Zeichen für schwache Nachfrage von Institutionellen Investoren.
Die Federal Reserve hält die Zinssätze erwartungsgemäß stabil, doch Anleger zweifeln an einer baldigen Zinssenkung. US-Staatsanleihen notieren bei stabilen 4,16% Rendite, während der Tech-lastige Nasdaq-100 Index 2% unter seinem Allzeithoch verweilt. Diese Kombination aus höherer Inflation, geopolitischen Risiken und skeptischer Marktstimmung setzt Bitcoin und Altcoins weiter unter Druck.