Die Kryptoindustrie erlebt derzeit mehrere bedeutsame Veränderungen: Bitcoin Suisse baut seine Schweizer Belegschaft ab und verlagert bis zu 60 Arbeitsplätze ins Ausland, während Blockstream sich weigert, Hackern ein Lösegeld zu zahlen. Parallel arbeiten US-Regulatoren an schärferen Compliance-Regeln für dezentralisierte Finanzprotokolle.
Bitcoin Suisse, das 2013 im Schweizer Zug gegründet wurde, plant die Verlagerung von bis zu 50 Prozent seiner 120 Schweizer Positionen ins Ausland. Betroffen sind vor allem Back-Office- und Verwaltungsrollen, die künftig in den kostengünstigen Standorten Bratislava und Vietnam angesiedelt werden. CEO Andrej Majcen betont, dass es sich hierbei um eine strategische Expansionsmassnahme handelt und nicht um eine Reaktion auf Marktschwäche.
Die Bitcoin-Infrastruktur-Firma Blockstream weigert sich, Hackern ein Lösegeld zu zahlen, die noch immer etwa 598 Bitcoin aus einem Sidechain-Angriff halten. Die Hacker hatten ursprünglich rund 4.000 BTC gestohlen, gaben nach Patches aber 3.400 BTC zurück. Blockstream lehnt die Forderung nach einer 10-prozentigen Bounty ab und arbeitet stattdessen mit Strafverfolgungsbehörden und Forensik-Spezialisten zusammen, um die Vermögenswerte zu verfolgen.
Unterdessen bereitet das US-Kongress eine überarbeitete Version des CLARITY Act vor, die Regulatoren anweisen soll, Compliance-Anforderungen für Betreiber von nicht-dezentralisierten DeFi-Protokollen zu definieren. Dies könnte die regulatorischen Verpflichtungen für dezentralisierte Finanzplattformen in den USA neu gestalten.