Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt einen Stimmungsumschwung bei der Wahrnehmung von Künstlicher Intelligenz in den USA. Während die Vertrautheit mit KI-Technologien gestiegen ist, wächst gleichzeitig die Skepsis gegenüber ihrer Auswirkungen – besonders bei jüngeren Erwachsenen.
Laut Gallup sagen mittlerweile sieben von zehn Amerikanern, dass sie über AI zumindest „einigermaßen" oder „sehr" informiert sind – ein Anstieg von 64 Prozent im Jahr 2024. Doch mit dieser gestiegenen Vertrautheit kam auch verstärkte Kritik: 39 Prozent der Befragten glauben inzwischen, dass KI mehr Schaden als Nutzen bringt (2025: 31 Prozent). Nur 9 Prozent sehen einen klaren Vorteil, während 52 Prozent von ausgewogenen Effekten ausgehen.
Die stärkste Verschiebung zeigt sich bei der jüngeren Bevölkerung. Fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen ist nun der Ansicht, dass KI Schaden überwiegt – ein Anstieg von 36 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig sank das Vertrauen in Unternehmen, KI verantwortungsvoll einzusetzen, von 31 auf 27 Prozent. Bei der jüngeren Altersgruppe fiel diese Quote sogar von 30 auf 20 Prozent, während der Anteil der vollständig Vertrauenslosen von 29 auf 41 Prozent anwuchs.
Sorge um Jobverluste ist dabei ein Haupttreiber der kritischeren Haltung. Knapp 80 Prozent der Amerikaner erwarten, dass KI in den kommenden zehn Jahren zu Arbeitsplatzabbau führen wird – ein Anstieg von 73 Prozent im Vorjahr. Diese Befürchtung ist über alle Altersgruppen verbreitet und zeigt sich auch in anderen aktuellen Umfragen, die ein grundsätzliches Unbehagen gegenüber der Technologie dokumentieren.