IBM hat nach eigenen Angaben einen "vertrauenswürdigen Quantenvorteil" mit 70 logischen Qubits erreicht. Trotz dieses Fortschritts bleibt die Sicherheit von Bitcoin in absehbarer Zeit unangetastet, da die Hardware noch weit von den Anforderungen für einen Angriff entfernt ist.
IBM hat gemeinsam mit Forschern der University of Chicago eine neue Etappe in der Quantencomputing-Entwicklung erreicht. Das Unternehmen setzte 70 logische Qubits mithilfe einer innovativen Fehlerkorrektionsmethode ein und führte eine Berechnung durch, die mit klassischen Computern praktisch nicht bewältbar wäre. Das Experiment reduzierte die logischen Fehlerquoten auf etwa ein Zehntel der zugrunde liegenden physikalischen Fehlerrate.
Ein Schwerpunkt der Demonstration liegt auf der Verifizierbarkeit der Quantenvorteil-Nachweise. Statt der bislang üblichen Methode entwickelten die Forscher einen strukturierten Ansatz, der es ermöglicht, Fehler während der Berechnung zu erkennen – ohne dabei die mathematische Schwierigkeit des Problems zu mindern. Dies adressiert eine der größten Kritikpunkte an bisherigen Quantenvorteil-Demonstrationen.
IBM folgt damit seiner Starling-Roadmap, die einen großangelegten fehlertoleranten Quantencomputer bis 2029 vorsieht. Experten betonen jedoch: Der aktuelle Fortschritt ändert nichts an der mittelfristigen Sicherheit von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Die erforderliche Hardware-Leistung für einen praktischen Angriff auf Blockchain-Systeme bleibt deutlich entfernt.