Der Hardware-Wallet-Hersteller Coinkite warnt Coldcard-Mk3-Nutzer vor einem potenziellen Sicherheitsproblem bei der Seed-Generierung. Betroffen sind Geräte mit Firmware 4.0.1 und neueren Versionen bis 5.0.3. Experten untersuchen parallel einen koordinierten Diebstahl von 594 Bitcoin im Wert von etwa 38 Millionen Dollar.
Coinkite empfiehlt betroffenen Nutzern aus Vorsichtsgründen, ihre Geldmittel von Wallets zu transferieren, deren Seed-Phrasen auf der fehlerhaften Firmware generiert wurden. Das kanadische Unternehmen hat eine laufende Untersuchung angekündigt und versprach eine detaillierte technische Analyse. Neuere Modelle wie Coldcard Mk4, Q und Mk5 sind nach bisherigen Erkenntnissen nicht betroffen.
Der Diebstahl von 594,48 Bitcoin erfolgte koordiniert über 500 Transaktionen innerhalb eines extrem kurzen Zeitfensters. Alle betroffenen Adressen waren Single-Signature-Wallets. Sicherheitsexperten vermuten, dass ein fehlerhafter Zufallszahlengenerator zu schwach entropischen Seeds führte, die möglicherweise durch Brute-Force-Attacken kompromittiert wurden.
Obwohl ein Reddit-Nutzer berichtete, dass seine Coldcard-Mk3-Wallet betroffen war, gibt es bislang keinen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis, dass der identifizierte Fehler für die großflächigen Diebstähle verantwortlich ist. Nutzer mit BIP-39-Passphrasen sollen einem geringeren Risiko ausgesetzt sein.