Obwohl Regulierung die Hauptherausforderung für die führende dezentrale Terminbörse Hyperliquid darstellt, könnte eine US-Zulassung bevorstehen. Die Plattform profitiert von starken Netzwerkeffekten, die Konkurrenten schwer einholen können.
Hyperliquid dominiert den Markt für dezentrale Perpetual-Börsen und führt nach 30-Tage-Volumen deutlich vor Konkurrenten. Branchenanalyst Ran Neuner identifiziert Regulierung als größtes Risiko für die Plattform, sieht aber Hyperliquid in anderen Bereichen gut positioniert. Der HYPE-Token ist 2024 um über 220 Prozent gestiegen und erreichte eine Marktkapitalisierung von etwa 18,2 Milliarden Dollar.
Neuner argumentiert, dass Hyperliquids Wettbewerbsvorteil in seinen Netzwerkeffekten liegt. Technologie lässt sich kopieren, Netzwerke nicht – ähnlich wie bei Uber können tausend Konkurrenten entstehen, aber nur wenige werden erfolgreich. Bei Handelsplattformen konzentrieren sich Nutzer auf Börsen mit hoher Liquidität, da dies Ein- und Ausstiegsgeschäfte erleichtert. Diese Dynamik macht es Konkurrenten schwer, Marktanteile zu gewinnen.
Die regulatorischen Aussichten könnten sich jedoch verbessern. Im August signalisierte US-Präsident Donald Trump, dass CFTC-Chef Michael Selig an einer "vollständig konformen und legalen" Integration von Hyperliquid in die USA arbeitet. Die Nachricht führte zu einem Kursanstieg des HYPE-Tokens von etwa 20 Prozent. Bislang haben weder die CFTC noch Hyperliquid formale Vorschläge zum Umsetzungsprozess, eingereichte Anträge oder Launch-Termine veröffentlicht.