Hester Peirce, die prominenteste Befürworterin von Kryptowährungen in der US-Börsenaufsicht SEC, wird ihr Amt nächste Woche niederlegen. Ihr Weggang könnte die regulatorische Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten deutlich verschärfen.
Hester Peirce war lange Zeit die einflussreichste Stimme für eine ausgewogene Regulierung von Kryptowährungen innerhalb der SEC. Mit ihrem Abgang endet eine Ära, in der die Behörde zumindest eine etablierte Gegnerstimme gegen pauschale Restriktionen hatte. Peirce hatte sich insbesondere für regulierte Krypto-Börsen und Bitcoin-ETFs eingesetzt und mehrfach gegen die aggressive Regulierungsstrategie der SEC-Führung argumentiert.
Der Zeitpunkt des Rückzugs könnte für die Branche problematisch sein. Ohne Peirces modernierende Perspektive könnte die SEC unter ihrer neuen Besetzung noch restriktiver gegen Krypto-Projekte und -Unternehmen vorgehen. Besonders bei zukünftigen Entscheidungen zu Spot-Bitcoin-ETFs, regulatorischen Rahmenbedingungen für Staking und dezentralen Finanzprotokollen droht eine Verfestigung einer Anti-Krypto-Haltung.
Die Krypto-Industrie sieht in Peirces Abschied einen empfindlichen Verlust an institutioneller Unterstützung. Dennoch bleibt unklar, wer ihr Nachfolger wird und ob dieser die weniger restriktive Linie weiterführen wird. Regulierungsexperten rechnen mit einer volatilen Phase bei der SEC, bis die neue Besetzung ihre Politik stabilisiert.