Der US-Finanzdienstleistungsausschuss berät am 16. September über den American Reserve Modernization Act, der eine strategische Bitcoin-Reserve erstmals gesetzlich verankern soll. Der Gesetzentwurf würde Bitcoin aus staatlichen Beständen für mindestens 20 Jahre halten, statt sie routinemäßig zu verkaufen.
Der als H.R. 8957 bezeichnete Gesetzentwurf knüpft an die Executive Order von Präsident Donald Trump vom März 2025 an, mit der eine strategische Bitcoin-Reserve per Präsidialverfügung eingerichtet wurde. Der entscheidende Unterschied: Eine gesetzliche Verankerung würde deutlich schwerer zu ändern sein als eine Präsidentenverfügung, da sie ein erneutes Tätigwerden des Kongresses erfordern würde.
Das Gesetz würde innerhalb des Finanzministeriums eine formelle Strategic Bitcoin Reserve und einen separaten Digital Asset Stockpile für andere Kryptowährungen etablieren. Für in die Reserve eingebrachte Bitcoin gilt eine Mindesthaltefrist von 20 Jahren – insbesondere für Bitcoin aus Einziehungsverfahren, die bislang routinemäßig verkauft wurden. Das Finanzministerium müsste regelmäßig über die Bestände berichten, während der Kongress erweiterte Kontrollfunktionen erhält.
Eine positive Abstimmung im Ausschuss würde den Entwurf dem gesamten Repräsentantenhaus vorlegen – garantiert aber weder ein Plenum-Votum noch eine endgültige Verabschiedung. Der Gesetzentwurf verpflichtet die Regierung zudem nicht zu sofortigen, steuerfinanzierten Bitcoin-Käufen, sondern sieht eine Prüfung haushaltsneutraler Strategien vor.