Das Konkursverfahren der kollabieren Kryptobörse FTX macht Fortschritte: In der fünften Verteilungsrunde werden 900 Millionen Dollar an geschädigte Nutzer ausgezahlt. Damit haben die FTX-Gläubiger bislang insgesamt etwa 11 Milliarden Dollar erhalten.
Die aktuelle Ausschüttung markiert einen weiteren Meilenstein in der jahrelangen Rückzahlung an FTX-Kunden, die seit dem Bankrott 2022 keinen Zugang zu ihren Geldern hatten. Mit dieser fünften Verteilungsrunde nähert sich die Gesamtrückzahlung der 11-Milliarden-Dollar-Marke an. Die Verteilungen zeigen, dass das FTX-Insolvenzverfahren trotz komplexer Verfahrensschritte Fortschritte macht.
Der Zusammenbruch von FTX 2022 hatte erhebliche Konsequenzen für die verantwortlichen Führungskräfte: Der ehemalige CEO Sam Bankman-Fried und Co-CEO Ryan Salame befanden sich noch im Juli in Bundesgefängnissen. Caroline Ellison, die Geschäftsführerin von Alameda Research, wurde im Januar nach über einem Jahr Haft entlassen. Die kriminellen Vorwürfe gegen die Führungskräfte basieren auf Vorwürfen der Zweckentfremdung von Kundengeldern.
Parallel zu den Rückzahlungen arbeitet das FTX-Verfahren an Schadensersatzforderungen: Ein Konkursgericht wies eine Klage gegen die Kryptobörse Binance und ihren früheren CEO Changpeng Zhao ab. Jedoch bleibt die Forderung zur Rückforderung von 1,76 Milliarden Dollar von Binance gültig – Beträge, die zum Rückkauf von FTX-Anteilen verwendet wurden.