Die US-Notenbank hat zwei Regelvorschläge veröffentlicht, die von ihr beaufsichtigte Stablecoin-Herausgeber verpflichten, ihre Token vollständig mit sicheren Vermögenswerten wie US-Schatzanleihen zu decken und standardisierte Kapitalanforderungen zu erfüllen. Die Maßnahmen sind Teil des GENIUS Act, den Präsident Trump im Juli 2025 unterzeichnet hat.
Die Federal Reserve setzt neue Standards für die Stablecoin-Branche und öffnet damit eine öffentliche Kommentierungsphase von 60 Tagen. Der erste Vorschlag verpflichtet von der Notenbank beaufsichtigte Emittenten, ihre Tokens vollständig durch sichere und liquide Vermögenswerte wie kurzfristige Staatsanleihen zu decken. Zusätzlich werden standardisierte Kapitalanforderungen, Risikomanagement-Standards und Regelungen zur Verwahrung der Reserven etabliert.
Der zweite Regelvorschlag betrifft den Antragsverfahren für Banken, die Stablecoins ausgeben möchten. Diese müssen einen Geschäftsplan und Finanzinformationen einreichen und können Berufungsverfahren und Anhörungen beantragen. Damit schafft die Fed ein strukturiertes Zulassungssystem für die Emission von Stablecoins.
Die Maßnahmen sind Teil der behördenübergreifenden Umsetzung des GENIUS Act, eines ersten umfassenden föderalen Regelwerks für Dollar-gebundene Token. Das Office of the Comptroller of the Currency arbeitet parallel an eigenen Stablecoin-Regeln, während das Treasury Department Plattformen verbieten will, nicht konforme Stablecoins an US-Kunden zu verkaufen.