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Regulierung18. September 2026

EZB-Präsidentin Lagarde blockierte Binances EU-Lizenz

Nach Berichten des Wall Street Journal soll EZB-Präsidentin Christine Lagarde interveniert haben, um die MiCA-Lizenzierung von Binance in der EU zu verhindern. Der Schritt unterstreicht die regulatorischen Spannungen zwischen europäischen Behörden und der weltweit größten Kryptobörse.

Die Europäische Zentralbank unter der Leitung von Christine Lagarde soll aktiv gegen die Erteilung einer MiCA-Lizenz (Markets in Crypto Assets Regulation) an Binance vorgegangen sein. Laut WSJ-Bericht habe Lagarde ihre Bedenken bezüglich der Compliance- und Risikomanagementsysteme des Unternehmens in Gesprächen mit EU-Regulierungsbehörden deutlich gemacht.

Binance hatte in mehreren EU-Ländern versucht, eine vollständige Lizenzierung unter der neuen MiCA-Verordnung zu erreichen, die seit Dezember 2023 in Kraft ist. Die Intervention der EZB könnte strategisch motiviert sein, da traditionelle Finanzinstitutionen und Zentralbanken die Dominanz großer Kryptobörsen kritisch sehen.

Der Fall zeigt die politischen Machtverhältnisse im EU-Regulierungsprozess: Während nationale Finanzaufsichtsbehörden formal zuständig sind, können EZB-Vertreter durch informale Kanäle Druck ausüben. Für Binance bedeutet dies ein erhebliches Hindernis beim europäischen Expansionskurs; für den Kryptomarkt insgesamt verdeutlicht es die institutionelle Resistenz gegen große zentralisierte Plattformen.

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