Ein neues Ethereum-Update namens EIP-8141 soll es Nutzern ermöglichen, Netzwerkgebühren direkt mit Stablecoins wie USDC zu bezahlen – statt wie bisher zwingend mit ETH. Die Lösung wird direkt im Kernprotokoll verankert und könnte die Hürden für Anfänger im Web3 deutlich senken.
Ethereum-Entwickler arbeiten derzeit an EIP-8141, einem Standard, der sogenannte „Frame Transactions" einführt. Das Update integriert Account Abstraction direkt ins Protokoll und löst damit eines der größten Usability-Probleme: Nutzer müssen künftig nicht mehr zwingend ETH halten, um ihre Token zu versenden. Stattdessen können sie Gebühren direkt in ERC-20-Tokens wie USDC zahlen, während ein Paymaster die notwendige ETH bereitstellt und sich diese anschließend in USDC zurückzahlen lässt.
Der Vorteil gegenüber bisherigen Lösungen liegt in der nativen Verankerung im Protokoll selbst. ERC-4337 funktioniert noch über externe Relayer-Dienste, während EIP-8141 ohne Umwege direkt die Transaktion in mehrere Frames aufteilt: Validierung, Gebührenzahlung, Ausführung und Erstattung. Dies macht das System effizienter und weniger anfällig für externe Ausfallrisiken.
Für die Web3-Adoption könnte dieser Standard ein entscheidender Schritt sein. Entwickler erhalten die Möglichkeit, Nutzer-Gebühren vollständig zu sponsern, was besonders für Apps relevant ist, die neue Nutzer gewinnen möchten. Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin bestätigte im September 2026, dass bei der Entwicklung erhebliche Fortschritte gemacht wurden und das Update im Rahmen des geplanten Hegotá-Upgrades implementiert werden soll.