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Markt09. Oktober 2026

ESMA-Frist: EU-Plattformen müssen Stablecoins bis Januar delistet haben

Die europäische Finanzaufsicht ESMA fordert lizenzierte Kryptoplattformen auf, nicht MiCA-konforme Stablecoins wie USDT bis Januar 2027 abzuwickeln. Nutzer können ihre Bestände bis dahin selbstbestimmt verkaufen, umtauschen oder auszahlen – ein Zwangsverkauf ist nicht vorgesehen.

Die ESMA hat am 8. Oktober 2026 eine Stellungnahme veröffentlicht, die nationale Aufsichtsbehörden zur Durchsetzung strikter Regeln für Stablecoins auffordert. Lizenzierte Kryptoplattformen müssen ihre Dienste für nicht MiCA-zugelassene Stablecoins beenden und Kundenbestände bis spätestens 8. Januar 2027 abwickeln. Der Großteil der Marktkapitalisierung entfällt dabei auf Tether (USDT) und PayPal USD (PYUSD), die beide nicht unter MiCA registriert sind.

Während der dreimonatigen Übergangsfrist bleibt es Nutzern erlaubt, ihre Tokens zu verkaufen, in andere Kryptowährungen oder zugelassene Stablecoins umzutauschen, auszuzahlen oder auf private Wallets zu übertragen. Neu kaufen, bewerben oder kontinuierlich handeln dürfen sie nicht mehr. Um einen ungünstigen Zwangsverkauf zu vermeiden, empfiehlt sich ein frühzeitiger Ausstieg – einige Plattformen haben USDT bereits vorher eingeschränkt.

Die ESMA begründet die Maßnahme damit, dass nicht zugelassene Stablecoins auf regulierten Plattformen eine regulatorische Lücke darstellen: Während der Herausgeber keine Compliance-Anforderungen zu Reserven und Transparenz erfüllt, könnten lizenzierte Börsen diese Vermögenswerte trotzdem anbieten. Die genaue Umsetzung der Abwicklung obliegt den nationalen Aufsichtsbehörden – Nutzer sollten daher die Mitteilungen ihrer Plattform im Auge behalten.

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