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Markt17. September 2026

Elon Musk kauft Daten von gescheiterten Startups für KI-Training

SpaceX-AI führt interne Gespräche über den Kauf von Kundendaten aus bankrotten Startups, um sein KI-Modell Grok zu trainieren. Google zahlte bereits 10 Millionen Dollar für die internen Daten der insolventen Fluggesellschaft Spirit Airlines – eine Praxis, die rechtliche und ethische Fragen aufwirft.

SpaceX-AI, die im Februar gegründete KI-Abteilung von Elon Musks Raumfahrtunternehmen, führt informelle interne Diskussionen über den Ankauf von Kundendateien und Geschäftsunterlagen von gescheiterten Startups. Ziel ist es, kostengünstig hochwertige Trainingsdaten für Grok zu beschaffen – statt teuere Lizenzen von noch operierenden Unternehmen zu zahlen oder auf im Internet gecrawlte Daten angewiesen zu sein.

Das Vorgehen ist nicht neu: Google zahlte bereits 10 Millionen Dollar in einer Insolvenzauktion für die internen Daten der bankrotten Fluggesellschaft Spirit Airlines und erhielt damit etwa 100 Millionen E-Mails und 500 Millionen Teams-Nachrichten für sein KI-Training. Rechtlich werden solche Datenverkäufe in Insolvenzverfahren wie reguläre Vermögenswerte behandelt – die betroffenen Kunden und Mitarbeiter werden nicht gefragt. Eine Pilotengewerkschaft kämpft derzeit gegen diese Praxis vor Gericht und argumentiert, dass die bloße Anonymisierung persönlicher Daten nicht verhindert, dass identifiziert werden kann, wer was sagte.

Zusätzlich zum Kauf externer Daten plant SpaceX, auch seine eigenen internen Aufzeichnungen massiv zu nutzen: Musk teilte Mitarbeitern mit, dass Grok ihre Gedanken und Perspektiven „erben" werde. Ohne Spezifikation, welche Kategorien von Mitarbeiterdaten konkret verwendet werden und wie, framing Musk dies als Vorteil für die KI-Entwicklung.

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