Südkoreas Behörden gehen gegen Polymarket-Nutzer vor, während Hong Kong und Indien ihre Krypto-Regulierung ausbauen. Gleichzeitig zieht sich Bitcoin Suisse aus der Schweiz zurück.
Südkoreas Polizei hat 18 Nutzer der Vorhersage-Plattform Polymarket an die Staatsanwaltschaft verwiesen. Die Behörden sehen in den Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von etwa 12,7 Millionen Dollar illegales Glücksspiel und stufen Polymarket als Verstoß gegen das südkoreanische Strafrecht ein. Das Besondere: Polymarket erhebt keine persönlichen Daten und verifiziert Identitäten nicht – die Behörden konnten die Nutzer allein durch öffentlich verfügbare Blockchain-Daten identifizieren.
In Hong Kong versucht die Regierung, ihre Position als Krypto-Finanzplatz auszubauen. Branchenexperten sehen in der gescheiterten CLARITY-Abstimmung in den USA eine strategische Chance für die Stadt. Das Bitcoin-Unternehmen Metaplanet reduzierte derweil seine Aktienoptionen deutlich, nachdem Kontroversen über eine geplante Vorstandsbeteiligung entstanden waren. Die Börse CoinEx beendete ihren Betrieb wegen niedriger Handelsvolumina und steigender Compliance-Kosten.
Indien baut seine digitale Infrastruktur aus: Behörden haben einen Pilotmarkt für tokenisierte Unternehmensanleihen gestartet, auf dem drei Unternehmen Wertpapiere im Wert von etwa 107 Millionen Dollar emittierten. Parallel dazu intensiviert die Enforcement Directorate ihre Ermittlungen zu Krypto-Verbrechen. Unterdessen kündigte Bitcoin Suisse an, bis zu 50 Prozent seiner Schweizer Arbeitsplätze nach Bratislava und Vietnam zu verlagern.