ElevenLabs und Stability AI haben neue KI-Musikgeneratoren vorgestellt, die mit lizenzierten Trainingsdaten arbeiten und technisch ambitioniert sind. Trotz dieser Neuerungen bleibt Suno mit 2,45 Milliarden Dollar Bewertung und etwa 100 Millionen Nutzern die führende Plattform im Markt.
ElevenLabs hat mit Music v2 ein Update seiner Musikgeneration-Software gelauncht, das Genre-Wechsel innerhalb eines Tracks, sektionsweise Songaufbau und das Nachbearbeiten einzelner Passagen ermöglicht. Das Unternehmen mit einer Bewertung von 11 Milliarden Dollar konzentriert sich dabei auf Stabilität und Kohärenz bei komplexen Prompts—ein bekanntes Schwachfeld generativer Audio-Systeme. Gleichzeitig senkte ElevenLabs die Preise für API- und Creator-Pläne um bis zu 50 Prozent.
Stability AI präsentierte parallel Stable Audio 3.0 als Vier-Modell-Familie, von denen drei Open-Weights-Varianten mit offenen Gewichten verfügen. Das System generiert Musikstücke bis zu 6 Minuten und 20 Sekunden Länge und bietet On-Device-Optionen für kleinere Modelle. Beide Unternehmen betonen ihre Nutzung von lizenzierten Trainingsdaten—ein direkter Kontrast zu den Copyright-Klagen der Recording Industry Association gegen Suno und Udio aus dem Jahr 2024.
Obwohl beide Neulaunches technisch beeindruckend wirken, hat sich Suno als Marktführer etabliert. Mit rund 100 Millionen Nutzern und einer Bewertung von 2,45 Milliarden Dollar bleibt die Plattform das erste Anlaufziel für KI-Musikgenerierung. ElevenLabs zielt jedoch direkt auf diese Nutzergruppe ab und entwickelt sich vom reinen Voice-AI-Anbieter zur vollständigen Musik-Kreativ-Plattform.