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Markt24. Juni 2026

CFTC verklagt Kentucky wegen Prediction-Market-Verboten

Die US-Behörde CFTC hat Kentucky verklagt, um die staatlichen Beschränkungen für Prediction-Market-Plattformen wie Polymarket und Kalshi zu blockieren. Der Konflikt zeigt die wachsende Spannungen zwischen föderaler und staatlicher Regulierung im Krypto-Sektor.

Kentucky hatte Polymarket, Kalshi und deren Partner Coinbase, Robinhood sowie Webull verklagt und vorgeworfen, ohne staatliche Gaming-Lizenz zu operieren. Der Staat argumentiert, dass die Wettmärkte auf Sportereignisse unter die Definition von „Sports Wagering" fallen und seit 2023 der Kontrolle der Kentucky Horse Racing and Gaming Corporation unterliegen. Zudem kritisierte Kentucky, dass die Plattformen Nutzern unzureichende Ressourcen zur Suchtprävention bieten.

Die CFTC argumentiert dagegen, dass Kalshi und Polymarket als designierte Kontraktmärkte unter ihrer föderalen Autorität stehen. Sie stuft die Eventkontrakte als „Swaps" unter Bundeswertpapierrecht ein und sieht Coinbase, Robinhood und Webull als rechtmäßig registrierte Futures Commission Merchants an. Die Behörde kritisiert auch Kentuckys neu eingeführte 14,25-prozentige Steuer auf Prediction-Market-Gebühren als Versuch, diese Märkte wirtschaftlich unrentabel zu machen.

Der Rechtsstreit ist nicht isoliert: Die CFTC verklagte wenige Wochen zuvor bereits New Mexico mit ähnlichen Argumenten. US-Präsident Donald Trump hatte der CFTC im Mai öffentliche Unterstützung zugesichert und betont, dass die Behörde die zentrale Autorität für Prediction Markets sein sollte – Trumps Sohn ist dabei als Investor und Berater in die Branche verstrickt.

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