Die US-Behörde CFTC hat passive Software-Anbieter von der Broker-Registrierung befreit. Wallet- und Trading-App-Entwickler können damit Nutzern Zugang zu regulierten Derivatemärkten ermöglichen, ohne komplexe Compliance-Anforderungen erfüllen zu müssen.
Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat am Donnerstag ein sogenanntes No-Action-Letter veröffentlicht, das Entwickler von Krypto-Software von erheblichen Registrierungspflichten befreit. Das Schreiben erlaubt passiven Software-Anbietern, als Schnittstelle zu regulierten Derivatemärkten zu fungieren, ohne sich als Introducing Broker registrieren zu müssen. Die Regelung gilt für Software, die es Nutzern ermöglicht, auf Event-Kontrakte, Perpetual-Kontrakte und andere regulierte Derivate zuzugreifen.
Das Guidance erweitert eine bereits im März an Phantom Technologies gewährte Ausnahmeregelung auf weitere Software-Anbieter unter ähnlichen Bedingungen. Entwickler müssen dafür bestimmte Anforderungen erfüllen: Transparente Offenlegung von Geschäftsbeziehungen und Gebühren, klare Marketingrichtlinien, Datenspeicherung sowie Mitteilungen bei Insolvenz oder Konkurs. Die CFTC verzichtet damit auf Durchsetzungsmaßnahmen gegen Anbieter, die diese Bedingungen einhalten.
Die Entscheidung wird von der Krypto-Branche begrüßt, da sie eine zentrale regulatorische Unsicherheit beseitigt. Branchenvertreter wie der CEO der Digital Chamber argumentieren, dass die Regelung die Innovationsfähigkeit von Software-Entwicklern stärkt und einer funktionalen statt formalistischen Regulierung entspricht, die die tatsächliche Tätigkeit einer Technologie bewertet.