Input Output überträgt die Kontrolle über Cardanos Kerninfrastruktur ab August an externe Spezialistenunternehmen. Der Schritt soll die Dezentralisierung vorantreiben und die Abhängigkeit von einem einzelnen Entwickler reduzieren.
Input Output, der Gründungsentwickler von Cardano, gibt die Kontrolle über zentrale Blockchain-Komponenten ab. Die Haskell-Node, die Plutus Smart-Contract-Plattform, das Daedalus-Wallet und die Hydra-Skalierungslösung werden ab August an externe Firmen wie Se7en Labs und Teragone übertragen. Die vollständige Transition läuft bis 2027. Parallel sollen mindestens drei unabhängige Node-Implementierungen in Haskell, Rust und Go von den Community-Organisationen Intersect und Pragma überwacht werden.
Gründer Charles Hoskinson beschreibt den Schritt als finalen Meilenstein der Voltaire-Ära, Cardanos Governance- und Dezentralisierungsphase. Das neue Motto lautet „Built by many, owned by all". Zeitlich fällt die Ankündigung zusammen mit dem Van-Rossem-Hard-Fork am 18. Juli, der Cardano zu Protocol Version 11 führt und die Ausführungskosten für Smart Contracts senken soll.
Der ADA-Kurs stieg am Freitag um etwa 2 Prozent auf rund 0,165 US-Dollar, bleibt aber etwa 95 Prozent unter seinem Allzeithoch von 2021. Technisch zeigt sich ein eher pessimistisches Bild: Der RSI liegt bei 34, der ADX deutet auf einen starken Bärtrend hin. Analysten warnen, dass ein Einstieg hier eher ein Glaubensspiel als eine fundierte Investitionsentscheidung darstellt.