Der Vermögensverwalter BlackRock sieht in der künstlichen Intelligenz einen strukturellen Katalysator für digitale Assets. KI-Agenten könnten die Nachfrage nach Stablecoins und automatisierten Zahlungssystemen erheblich steigern.
BlackRock hat in einer neuen Forschungsarbeit mit dem Titel „The Machine-Native Economy" analysiert, wie KI-Systeme die Nachfrage nach Blockchain-Infrastruktur verändern könnten. Der weltgrößte Vermögensverwalter argumentiert, dass automatisierte Machine-to-Machine-Zahlungen spezialisierte, programmierbare Zahlungsschienen benötigen, für die Stablecoins und On-Chain-Assets ideal geeignet sind. Diese Verbindung zwischen KI und digitalen Assets sei bislang unterschätzt worden und könnte die Rolle von Kryptowährungen als kritische Infrastruktur einer autonomeren Wirtschaft unterstreichen.
Agentic AI – also autonome KI-Systeme – könnten für Transaktionen mit sehr kleinen Beträgen verwendet werden, die rund um die Uhr stattfinden. Während traditionelle Zahlungssysteme hohe Gebühren und lange Abwicklungszeiten haben, eignen sich Stablecoins für hochfrequente, automatisierte Micropayments ohne nennenswerte Kosten. BlackRock sieht Stablecoins als führende Transaktionsmittel für solche machine-native Zahlungsverkehre.
Ein weiteres Anwendungsfeld könnten tokenisierte Rechenkapazitäten sein. Mit der steigenden Nachfrage nach Computing Power für KI-Training und -Betrieb könnten Ansprüche auf Rechnerleistung als Token verwaltet und gehandelt werden. Dies könnte institutionelle Investoren stärker in den Krypto-Markt bringen und neue Geschäftsmöglichkeiten in der Digital-Asset-Branche schaffen.