Bitcoin stabilisiert sich nach Kursverlusten und weist Parallelen zur Marktstruktur von 2022 auf. Eine bullische Divergenz deutet möglicherweise auf einen baldigen Zyklusboden hin, garantiert diesen aber nicht.
Bitcoin notiert aktuell über 64.000 US-Dollar und zeigt erste Erholungstendenzen nach den jüngsten Rückgängen. Trotz der kurzfristigen Stabilisierung liegt die größte Kryptowährung rund 50 Prozent unter ihrem bisherigen Allzeithoch. Auffällig ist jedoch, dass die aktuelle Kursstruktur starke Ähnlichkeiten mit dem Tiefpunkt des Jahres 2022 aufweist – insbesondere eine bullische Divergenz im Wochenchart.
Der Bitcoin-Markt folgt historisch einem ungefähr vierjährigen Zyklus, der durch das sogenannte Halving geprägt wird. Bei diesem Ereignis wird die Miner-Belohnung alle 210.000 Blöcke halbiert. Das jüngste Halving im April 2024 reduzierte die Blockbelohnung von 6,25 auf 3,125 Bitcoin. Nach Halvings folgen typischerweise starke Aufwärtsphasen, später aber auch Übertreibungen und Korrektionen. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht garantiert.
Ein Analyst weist auf eine präzise Parallele hin: Im Jahr 2022 zeigte Bitcoin niedrigere Kurstiefs im Wochenchart, während der Relative-Stärke-Index gleichzeitig höhere Tiefs verzeichnete. Diese bullische Divergenz deutet auf nachlassenden Verkaufsdruck hin. Die damalige Phase dauerte 161 Tage und endete mit einem neuen Tief als finalen Zyklusboden. Die aktuelle vergleichbare Struktur besteht bereits seit rund 147 Tagen. Ein mögliches Szenario wäre ein weiterer Rückgang in Richtung 45.000 US-Dollar, doch dies ist nicht gewiss. Der Analyst empfiehlt deshalb eine gestaffelte Kaufstrategie zwischen 60.000 und 64.000 US-Dollar, um langfristig einen attraktiven Durchschnittspreis zu erreichen.