Das Sicherheitsunternehmen Project Eleven hat eine kryptografische Technik entwickelt, die es Bitcoin-Nutzern ermöglichen soll, ihr Wallet-Eigentum auch nach einem Quantencomputer-Angriff nachzuweisen. Die Lösung basiert auf der Verwendung des Schlüssel-Ableitungspfads und soll die Schwachstelle beheben, dass digitale Signaturen nach „Q-Day" keine verlässliche Eigentumsprobe mehr darstellen würden.
Das Sicherheitsunternehmen Project Eleven hat ein Verfahren vorgestellt, das ein Kernproblem der Quantensicherheit bei Bitcoin adressiert. Wenn Quantencomputer künftig elliptische Kurvenkryptografie (ECC) brechen können, könnten Angreifer private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten und gültige digitale Signaturen fälschen. Dies würde bedeuten, dass sowohl der Angreifer als auch der legitime Eigentümer identische Signaturen erstellen könnten – wodurch traditionelle Eigentumsbeweise unbrauchbar werden.
Project Elevens Lösungsansatz nutzt den Wallet-Ableitungspfad, um Nutzern zu ermöglichen, ihr Wissen um den parent key nachzuweisen, ohne diesen preiszugeben. Da ein Quantencomputer diesen übergeordneten Schlüssel nicht rekonstruieren kann, ließe sich damit auch nach einem Angriff auf den private Key noch die legitime Eigentümerschaft von der eines Angreifers unterscheiden. Die Technik wurde in Zusammenarbeit mit Jim Posen, dem Leiter des open-source Zero-Knowledge-Proof-Systems Binius, entwickelt und baut auf früheren akademischen Arbeiten auf.
Das Verfahren ist derzeit nicht auditiert und würde zur praktischen Anwendung Änderungen am Bitcoin-Protokoll benötigen. Es richtet sich an Nutzer, die eine zukünftige Migration zu quantenresistenten Adressen verpassen sollten. Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund laufender Anstrengungen zur Vorbereitung Bitcoins auf ein post-quantales Zeitalter, darunter die Vorantreibung des Bitcoin Improvement Proposal 360 durch die Bitcoin-Entwickler.