Die Nachfrage von Retail-Investoren nach Bitcoin ist massiv eingebrochen. Während Futures-Verkäufe über 2 Milliarden Dollar anschwollen, signalisieren die Daten einen möglichen Stimmungswechsel am Markt.
Die monatlichen Bitcoin-Zuflüsse von Kleinanlegern (unter 1 BTC) auf Binance sind auf durchschnittlich 314 BTC gefallen – ein dramatischer Rückgang gegenüber 1.800 BTC während des Bärenmarktes 2022 und 1.200 BTC beim lokalen Höchststand im März 2024. Experten führen diese Entwicklung teilweise auf die Migration von Privatanlegern zu Spot-ETFs zurück, die eine Alternative zum direkten Halten von Bitcoin auf Börsen darstellen.
Die Kaufkraft der Einzelanleger hat sich weiter abgeschwächt: Die 30-Tage-Veränderung der Retail-Nachfrage sank von 7,39% auf nur noch 3,12%. Gleichzeitig zeigten sich Verkaufsdrücke auf Binance mit zwei massiven Spitzen in der Taker-Verkaufsvolumen – erst rund 1,5 Milliarden Dollar am 15. Mai, dann über 1,1 Milliarden Dollar als Bitcoin unter 77.000 Dollar fiel.
Ein entscheidender Unterschied zur bisherigen Marktdynamik ist die fehlende Synchronisierung von Spot- und Futures-Nachfrage. Während frühere Rallyes von Oktober 2024 bis Mai 2025 zeigten, dass beide Segmente gemeinsam stiegen, bleibt die Spot-Nachfrage aktuell negativ bei -28.000 BTC seit 65 Tagen. Gleichzeitig legte die Futures-Nachfrage um +193.000 BTC zu – ein Muster, das auf institutionelle Käufe ohne Einzelanleger-Beteiligung hindeutet.