Die Bitcoin-Bridge Boltz hat ihren Swap-Service vorläufig eingestellt, weil KI-gestützte Angriffe schneller Sicherheitslücken finden, als das Unternehmen diese patchen kann. Nutzergelder waren laut Boltz nicht gefährdet, da die Plattform nicht-custodial funktioniert.
Boltz gab am Montag auf X bekannt, dass sein Bitcoin-Swap-Service auf unbestimmte Zeit ausgesetzt ist. Das Unternehmen kann derzeit keinen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme nennen. Der Service ermöglichte bislang nicht-custodiale Swaps zwischen Bitcoins Lightning Network und der Basis-Blockchain – Nutzer behielten dabei vollständige Kontrolle über ihre Vermögenswerte.
Das Unternehmen berichtet von einer deutlichen Steigerung automatisierter, KI-gestützter Sondierungsangriffe in den vergangenen Monaten. Mehrere Exploits konnten zwar eingedämmt werden, doch die Angreifer iterieren schneller, als Boltz' Team Sicherheitslücken finden und schließen kann. Nach eigenen aktuellen Sicherheits-Scans sah sich das Unternehmen nicht mehr in der Lage, den Service verantwortungsvoll weiterzubetreiben.
Boltz interpretiert die Attacken als Zeichen eines grundlegenden Paradigmenwechsels in der Bitcoin-Infrastruktur. Die offene Architektur ermöglicht es Angreifern, Quellcode mit KI-Unterstützung in Sekundenschnelle auf Schwachstellen zu scannen – ein Vorteil, den auch Verteidiger nutzen müssen. Das Unternehmen warnt: „Erwartet nicht, dass Swap-Services bald wieder verfügbar sind."