Acht US-amerikanische Bankverbände drängen den Senat, die Beschränkungen für Stablecoin-Rewards im geplanten Clarity Act zu verschärfen. Sie befürchten, dass aktuelle Ausnahmeregelungen zinsähnliche Zahlungen ermöglichen könnten, die Kundengelder von traditionellen Banken abziehen.
Die American Bankers Association, die Bank Policy Institute und weitere Branchenverbände warnen vor Schlupflöchern im Clarity Act. In einem Brief an die Senatoren John Thune und Chuck Schumer kritisieren sie, dass die aktuelle Gesetzesformulierung Anreize erlaubt, die funktional wie Bankzinsen wirken. Dies könnte Einlagen abziehen, die Banken für die Finanzierung von Hypotheken, Landwirtschaft und kleinen Unternehmen benötigen.
Die Bankverbände fordern konkret, dass Formulierungen wie „ausschließlich" (solely) aus den Beschränkungen entfernt werden. Auch solle die Regelung nicht länger davon abhängen, ob Belohnungen an die Höhe des Kundenguthabens, die Vertragslaufzeit oder Kundentreue gekoppelt sind – all dies werden typische Merkmale von Bankzinsen.
Das Clarity Act soll künftig Bundesregeln für digitale Vermögenswerte schaffen. Die Banken kritisieren auch einen geplanten „Circuit Breaker", der erst nach massiven Abflüssen greifen würde. Sie fordern stattdessen proaktive Beschränkungen, um Schäden an Banken und dem Kreditangebot zu verhindern, bevor sie entstehen.