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Markt15. September 2026

Balancer plant Herunterfahren nach gescheiterter Rettung

Das DeFi-Protokoll Balancer plant eine geordnete Abwicklung, nachdem die Umstrukturierung nach einem 128-Millionen-Dollar-Exploit im November nicht zu ausreichenden Einnahmen geführt hat. CEO Marcus Hardt räumt ein, dass die Auswirkungen des Sicherheitsvorfalls auf die Nutzerakzeptanz unterschätzt wurden.

Das dezentralisierte Börsenprotokoll Balancer hat offiziell einen Vorschlag zur Beendigung seiner Operationen eingereicht. Trotz Kostenkürzungen und neuer Produktentwicklungen nach der Umstrukturierung im März konnte das Protokoll die erforderlichen Einnahmen nicht generieren. Die monatlichen Protokolleinnahmen sanken von 1,13 Millionen Dollar im Oktober 2025 auf 371.000 Dollar im November nach dem Exploit und fielen bis August 2026 auf nur noch 56.781 Dollar.

Das Kernproblem liegt darin, dass das neue v3-Produkt nicht ausreichend Nutzer anzog, um die Einnahmeausfälle aus der älteren v2-Version auszugleichen. CEO Marcus Hardt erklärte, dass der November-Exploit zwar v2-Pools betraf, aber das negative Image des gesamten Protokolls beschädigte und Neukunden abschreckte. Dies ist ein weiteres Beispiel für die anhaltenden Rentabilitätsprobleme mehrerer DeFi-Protokolle in diesem Jahr.

Die geplante Abwicklung soll ab Januar 2026 in Phasen ablaufen, mit einer Übergangsfrist für Liquiditätsanbieter bis Ende Oktober. Das verbleibende Protokoll-Vermögen von über 9 Millionen Dollar soll ab Mai 2027 proportional an BAL-Tokenhalter ausgeschüttet werden, die ihre Token dafür verbrennen müssen. Für den Abwicklungsprozess sind bis zu 400.000 Dollar vorgesehen.

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