Nach der Schließung seines Campus in Malaysia einigt sich Balaji Srinivasan mit kasachstanischen Behörden auf einen neuen Standort für seine Tech-Community. Kazakhstan positioniert sich damit als alternatives Tech-Hub für digitale Nomaden.
Balaji Srinivasan, Gründer der Network School, unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Kasachstans Minister für digitale Entwicklung, um den ersten Campus in Kasachstan zu errichten. Dies folgt auf die Schließung des Standorts in Malaysias Forest City, nachdem Behörden die Geschäftslizenz wegen Verstößen gegen Nutzungsbedingungen widerriefen. Kasachstan präsentiert sich als aufstrebender Technologie-Hub und plant zudem die erste "Krypto-City" Zentralasiens in Alatau.
Die malaysische Regulierungskrise verschärft sich: Der Iskandar Puteri City Council revozierte die Betriebslizenz von NSO Malaysia Sdn Bhd, woraufhin die Malaysia Digital Economy Corporation (MDEC) angekündigt hat, den Malaysia-Digital-Status zu widerrufen. Dieser Status gewährte Steuervergünstigungen und Flexibilität bei der Personaleinstellung. Zudem untersuchen malaysische Behörden mögliche Verstöße gegen Einwanderungsgesetze.
Srinivasan verteidigte den Umzug als Bestätigung seiner "Network-State-These" – die Idee, dass talentierte und kapitalkräftige Communities mit einzelnen Staaten bessere Bedingungen verhandeln können. In Kasachstan verspricht er expedierte Visa, vereinfachte Redomiziliierung und aktive Talentrekrutierung. Der Vorgang illustriert die regulatorischen Herausforderungen für dezentralisierte Tech-Gemeinschaften bei der Standortwahl.