Die Kryptobörse HTX soll laut TRM Labs systematisch ihre Wallet-Adressen wechseln, um britische Sanktionskontrollen zu umgehen. Die UK hatte HTX im Mai wegen mutmaßlicher Unterstützung bei russischen Sanktionsverletzungen sanktioniert.
Die Analyse-Plattform TRM Labs hat Hinweise gefunden, dass HTX ihre Wallet-Adressen regelmäßig rotiert. Dies könnte darauf abzielen, automatisierte Sanktionsscreenings britischer Behörden zu umgehen. Solche technischen Maßnahmen ermöglichen es potenziell, Transaktionen vor Überwachungssystemen zu verbergen.
Im Mai 2024 verhängte die britische Finanzaufsicht Sanktionen gegen HTX, nachdem die Börse beschuldigt worden war, bei der Umgehung von Russland-Sanktionen eine Rolle gespielt zu haben. Dies war einer der schärfsten regulatorischen Schritte gegen eine größere Kryptobörse in diesem Ausmaß.
Wallet-Rotation ist eine bekannte Praxis, mit der Transaktionen verschleiert werden können. Für regulierte Finanzinstitute gilt jedoch eine strikte Compliance-Pflicht gegenüber Sanktionslisten. Falls die Vorwürfe zutreffen, würde dies einen schweren Verstoß gegen internationale Sanktionsbestimmungen darstellen und könnte zu weiteren behördlichen Maßnahmen führen.