Während Chinas Stablecoin-Transaktionen 2026 explosiv wachsen, kämpft Südkorea mit sinkenden Handelsvolumina und Gewinnen. Singapur und Hongkong positionieren sich derweil als regulatorische und institutionelle Zentren der Region.
China verzeichnet im März 2026 ein Rekordwachstum bei Stablecoin-Transfers von 4,9 Milliarden Dollar – ein Anstieg um das 43-Fache. Südkorea bleibt mit einem Kryptomarktvolumen von 449,1 Milliarden Dollar die größte Wirtschaft Ostasiens, doch die Bilanz fällt deutlich negativer aus: Die durchschnittlichen täglichen Handelsvolumina an lokalen Börsen sind um 44 Prozent gefallen, während die Marktkapitalisierung um 33 Prozent sank und Won-Einzahlungen um 35 Prozent abnahmen.
Die südkoreanischen Kryptobörsen leiden erheblich unter diesen Rückgängen. Die Betriebsgewinne brachen um 78 Prozent ein, obwohl die Zahl der handelsberechtigten Konten leicht stieg. Hoffnung bietet die geplante Regulierung: Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde hat Regeln für tokenisierte Wertpapiere vorgeschlagen, die im Februar 2027 in Kraft treten. Das Tokenisierungsunternehmen Securitize arbeitet bereits mit dem südkoreanischen Technologiekonzern LG CNS an entsprechenden Lösungen.
Singapur und Hongkong bauen unterdessen ihre Position als institutionelle Finanzplätze aus. Die Bank Standard Chartered startet Custody-Services für digitale Vermögenswerte in Singapur, während die Kryptobörse Independent Reserve Zahlungstools für grenzüberschreitende Transaktionen einführt. Hongkong plant zudem bis Ende 2026 ein umfassendes Lizenzierungssystem für Kryptodienste vorzulegen.