ARK Invest bestreitet die These von a16z, wonach traditionelle Finanzinstitute nur permissionierte Blockchains nutzen werden. Stattdessen argumentiert ARK, dass öffentliche DeFi-Infrastrukturen zunehmend von etablierten Finanzakteuren adoptiert werden.
Der Forschungsdirektor von ARK Invest, Lorenzo Valente, hat sich in einem X-Post gegen die Aussage von Venture-Capital-Firma a16z crypto gewandt. Diese hatte behauptet, dass Banken und Vermögensverwalter sich eher für kontrollierte, permissionierte Blockchain-Lösungen entscheiden werden – nicht für dezentralisierte Finanzprotokolle (DeFi). Valente hingegen verweist darauf, dass öffentliche Blockchains bereits bessere Ergebnisse zeigen als private Blockchain-Projekte und nennt das Wachstum tokenisierter Assets auf Ethereum als Beispiel.
A16z crypto hatte argumentiert, dass traditionelle Finanzinstitute nur selektiv Blockchain-Technologien übernehmen, die ihren bestehenden Compliance-, Governance- und Betriebsanforderungen entsprechen. Die Venture-Capital-Firma erwartet, dass Finanzunternehmen eine "programmierbare Finanzinfrastruktur" aufbauen werden, die zwar Blockchain-Primitiven wie Tokenisierung nutzt, aber weiterhin zentral kontrolliert und regulierbar bleibt.
Neben ARK Invest hat auch Sentora-Mitgründer Jesus Rodriguez gegen a16z's These argumentiert. Er vermutet, dass Institutionen zwar DeFi-Infrastrukturen übernehmen werden, dies aber mit zusätzlichen Enterprise-Controls wie Compliance-Anforderungen, Custody-Lösungen und anderen Kontrollen kombinieren. Damit entsteht möglicherweise ein Hybrid-Modell zwischen dezentralisierter und zentralisierter Finanzstruktur.