Zano hat einen Rollback durchgeführt, um unautorisierte Token-Ausgaben zu stoppen und die geplante Geldmenge zu sichern. Die Maßnahme macht jedoch auch legitime Transaktionen aus etwa einem Monat rückgängig und wirft Fragen zur Dezentralisierung auf.
Das Zano-Projekt musste reagieren, nachdem unautorisierte ZANO- und fUSD-Token in Umlauf kamen. Durch einen Blockchain-Rollback wurde die Historie auf einen früheren Zustand zurückgesetzt, um die Integrität der Geldmenge wiederherzustellen. Dies war ein drastischer, aber nach Ansicht der Entwickler notwendiger Schritt zur Wahrung des Vertrauens in das Projekt.
Die Kehrseite des Rollbacks ist erheblich: Alle legitimen Transaktionen der vergangenen vier Wochen wurden gelöscht und sind nun ungültig. Das betrifft Nutzer, deren Token-Transfer, Käufe oder andere Aktivitäten in diesem Zeitfenster stattfanden und nun rückgängig gemacht wurden. Dies stellt eine ungewöhnliche Situation dar, die in etablierten dezentralisierten Systemen normalerweise nicht vorkommt.
Die Aktion belastet das Vertrauen in Zano erheblich, da sie zeigt, dass die Blockchain bei kritischen Problemen manipuliert werden kann. Zwar diente der Rollback der Schadenskontrolle, offenbart aber auch zentrale Anfälligkeiten. Nutzer müssen abwägen, ob solche Notfall-Eingriffe akzeptabel sind oder ob sie grundlegende Prinzipien der Kryptowährungen gefährden.