Ripple arbeitet mit Project Eleven an Post-Quantum-Kryptografie für das XRP Ledger. Bis 2028 soll die Blockchain schrittweise vor Angriffen durch zukünftige Quantencomputer geschützt werden.
Quantencomputer stellen für Blockchains wie Bitcoin, Ethereum und XRP ein Zukunftsrisiko dar. Aktuelle Signaturverfahren könnten durch ausreichend leistungsstarke Quantenrechner angreifbar werden, was private Schlüssel gefährden könnte. Zwar ist diese Bedrohung noch nicht unmittelbar akut, doch große Akteure bereiten sich bereits präventiv vor. Migrationen in dezentralen Netzwerken erfordern jedoch Zeit und Koordination zwischen Wallets, Validatoren und Börsen.
Ripple hat nun einen konkreten Post-Quantum-Fahrplan für den XRP Ledger vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Project Eleven sollen Validatoren, Wallets und Custody-Systeme auf Quantenrisiken geprüft werden. Die Roadmap umfasst mehrere Phasen: Tests quantenresistenter Signaturen, Validator-Benchmarks, Prototypen für Verwahrungslösungen und einen Notfallplan für den Fall, dass Quantencomputer tatsächlich kryptografische Verfahren brechen können.
Ein wesentlicher Vorteil des XRP Ledgers ist seine native Account-Architektur mit integrierter Key Rotation. Dadurch könnten Nutzer und Unternehmen auf neue Signaturverfahren wechseln, ohne ihre bekannten XRP-Adressen aufgeben zu müssen. Für Börsen und Zahlungsanbieter ist dies entscheidend, da Migrationen sonst erhebliche operative Herausforderungen mit sich bringen würden.