CertiK dokumentiert 52 physische Krypto-Angriffe im ersten Halbjahr 2026, über 60 Prozent davon in Frankreich. Die sogenannten Wrench-Attacken stellen eine wachsende Sicherheitsbedrohung für Krypto-Inhaber dar und erfordern verstärkte Schutzmaßnahmen.
Bei Wrench-Attacken (auch „Wrench-Angriffe" genannt) handelt es sich um physische Überfälle auf Privatpersonen, die Kryptowährungen besitzen oder verwahren. Die Angreifer zwingen ihre Opfer unter Gewaltandrohung, auf digitale Wallets zuzugreifen und Vermögenswerte zu transferieren. Der aktuelle CertiK-Bericht zeigt, dass dieses Phänomen 2026 erheblich an Häufigkeit zunimmt.
Die Konzentration in Frankreich ist bemerkenswert: Von insgesamt 52 dokumentierten Fällen in der ersten Jahreshälfte ereigneten sich 33 in Frankreich. Dies deutet auf regionale Unterschiede bei der Täterorganisation hin. Sicherheitsexperten vermuten eine Kombination aus wirtschaftlichen Faktoren, gestiegener Krypto-Adoption und möglicherweise unzureichenden Ermittlungskapazitäten der Behörden.
Krypto-Anleger sollten grundlegende Sicherheitsmaßnahmen implementieren: Dazu gehören die Nutzung von Hardware-Wallets, die Haltung größerer Vermögen in Cold Storage, Diskretion über Vermögensbestände sowie physische Sicherheitsmaßnahmen im privaten Umfeld. Auch eine Diversifikation der Wallet-Verwaltung über mehrere Orte und Personen kann das Risiko reduzieren.