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Markt15. Juli 2026

Warum Analysten Coinbases 30%-Kursfall nicht fürchten

Trotz drastisch gesenkter Gewinnprognosen behält die Investmentbank William Blair eine positive Bewertung für Coinbase bei. Analysten sehen die Kursverluste bereits eingepreist und erwarten eine Erholung ab 2027.

Die Investmentbank William Blair hat ihre Umsatz- und Gewinnprognosen für Coinbase deutlich reduziert: Die Einnahmeprognosen für 2026 und 2027 wurden um 12–13% gekürzt, die EBITDA-Schätzungen sogar um 34% gesenkt. Trotzdem behielt die Bank ihre „Outperform"-Bewertung bei und signalisierte damit Vertrauen in die langfristige Entwicklung des Unternehmens. Am Handelstag nach der Veröffentlichung stiegen die Coinbase- und Circle-Aktien daraufhin um etwa 3–4%.

Die Analysten der Bank argumentieren, dass die negativen Nachrichten bereits in den Kursen berücksichtigt sind. Sie erwarten, dass sich Coinbases Geschäft in der zweiten Hälfte 2026 dem Tiefpunkt nähert und dann ab 2027 wieder anzieht. Das Handelsvolumen soll 2025 um etwa 44% auf 669 Milliarden Dollar sinken, bevor es 2027 um über 32% wächst. Zusätzliche Einnahmequellen wie Coinbases Layer-2-Netzwerk Base, derivative Produkte und Prognosemärkte könnten dabei eine größere Rolle spielen als reiner Spot-Handel.

Ein struktureller Unterschied zu früheren Kryptozyklen liegt laut William Blair darin, dass es heute Spot-Bitcoin-ETFs, stärkere institutionelle Ströme und ein gereifteres Regulierungsumfeld gibt. Nicht alle Analysten teilen diesen Optimismus: Piper Sandler senkte sein Kursziel auf 155 Dollar und warnte vor steigendem Investor-Fokus auf Perpetual Futures. Coinbase ist seit Jahresbeginn etwa 30% gefallen, Circle nach seinem IPO im Juni 2025 etwa 20%.

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