Ethereum-Forscher warnen, dass künstliche Intelligenz die Kryptografie von Blockchains schneller knacken könnte als Quantencomputer. Vitalik Buterin unterstützt die Empfehlung, Vermögenswerte schrittweise auf neue Adressen zu migrieren.
Ethereum-Researcher Justin Drake hat die Krypto-Community aufgefordert, sich auf einen "Bunker-Modus" vorzubereiten. Der Grund: Fortschritte in der KI könnten bereits in naher Zukunft den ECDSA-Algorithmus (Elliptic Curve Digital Signature Algorithm) brechen, der heute zur Sicherung von Krypto-Wallets verwendet wird. Drake verweist auf die rasanten mathematischen Durchbrüche von OpenAI, die diese Woche hunderte neue mathematische Erkenntnisse veröffentlichte – schneller als viele erwartet hätten.
Vitalik Buterin bestätigte die Bedenken, warnt aber vor Überreaktionen: "Ich empfehle niemandem, seine Gelder heute in Panik zu transferieren." Er betont jedoch, dass die Risiken ernst genommen werden müssen. Besonders besorgniserregend sieht Buterin die mögliche Schwächung von gitterbasierter Kryptografie, die bislang als quantenresistent gilt. Die nächsten zwei Jahre könnten hier erhebliche Sicherheitsverluste bringen.
Die empfohlene Gegenmaßnahme ist pragmatisch: Nutzer sollten schrittweise Vermögenswerte auf frische Adressen migrieren, deren öffentliche Schlüssel nie öffentlich gemacht wurden. Auch Blockchain-Experten wie Haseeb Qureshi vom Dragonfly-Fonds unterstützen diese vorsorgliche Strategie als realistische Anpassung an neue technologische Risiken.