Der US-Senat hat sich einstimmig gegen eine Begnadigung oder Strafvollzugsumwandlung für FTX-Gründer Sam Bankman-Fried ausgesprochen. Die Resolution ist zwar nicht bindend, unterstreicht aber den politischen Willen, dass der wegen Betrugs verurteilte Kryptounternehmer seine 25-jährige Haftstrafe vollständig absitzen soll.
Der US-Senat verabschiedete am Mittwoch die Resolution S. Res. 772 ohne Einspruch, in der ausdrücklich festgehalten wird, dass Bankman-Fried „unter keinen Umständen" begnadigt oder seine Strafe gemindert werden soll. Die bipartisanische Initiative wurde von den Senatoren Cynthia Lummis (R-WY) und Rubén Gallego (D-AZ) geleitet – den führenden Mitgliedern des Digital Assets Subcommittees des Bankausschusses. Mit der Resolution bestätigt der Senat zugleich sein Engagement für „die Rechtsstaatlichkeit und Integrität des amerikanischen Finanzsystems".
Bankman-Fried wurde im November 2023 in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen, nachdem die Kryptobörse FTX 2022 zusammengebrochen war und amerikanische Kunden über 8 Milliarden Dollar verloren. Richter bezeichneten es als einen der größten Finanzbetrugsfälle der US-Geschichte. Trotz seiner Kampagne für Begnadigung lehnte Präsident Donald Trump eine Amnestie ab, während er anderen Kryptopersönlichkeiten wie Binance-Gründer CZ Zhao oder Ross Ulbricht Gnade gewährte.
Obwohl die Resolution nicht bindend ist und die präsidiale Begnadigungskompetenz nicht einschränken kann, hat Bankman-Fried nun wenig Hoffnung auf vorzeitige Freiheit. Sein Berufungsverfahren scheiterte, und mit der einstimmigen Ablehnung durch den Senat wird eine Entlassung vor 2044 immer unwahrscheinlicher.