Die US-Regierung prüft einem Bericht zufolge Pläne zur internationalen Förderung dollargebundener Stablecoins. Ziel ist es, die globale Dollar-Dominanz zu sichern und die Nachfrage nach US-Staatsanleihen zu erhöhen.
Nach Angaben von Bloomberg erwägt die Trump-Administration mögliche Kooperationen mit privaten Unternehmen, um Dollar-Stablecoins im Ausland gezielt zu fördern. Dabei könnten das Treasury Department, das State Department sowie die U.S. International Development Finance Corporation eingebunden werden. Der Plan befindet sich noch in einer frühen Phase – konkrete Teilnehmer, Zielländer oder ein Umsetzungszeitplan wurden bislang nicht genannt.
Stablecoins wie USDT und USDC sind digitale Token, deren Wert 1:1 an den US-Dollar gekoppelt ist. Emittenten besichern diese Token durch Reserven aus Dollar und US-Staatsanleihen. Mit geschätzten Rücklagen von knapp 200 Milliarden US-Dollar gehören Stablecoin-Emittenten bereits zu den 20 größten Haltern amerikanischer Staatsschulden. Eine breitere internationale Nutzung könnte diese Nachfrage erheblich steigern.
Allerdings warnen internationale Institutionen wie der IWF und die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr vor Risiken für Schwellenländer. Sie befürchten Kapitalabflüsse, Druck auf lokale Währungen und einen verminderten Einfluss nationaler Behörden auf Finanzströme. Die US-Regierung hat sich bislang nicht zu dem Vorhaben geäußert.