Das Trump-verbundene Unternehmen Yorkville America hat seine Anträge für Krypto-ETFs zurückgezogen. Der Schritt erfolgt inmitten sinkender Nachfrage nach Krypto-ETFs und wachsender Bedenken zu Trumps Interessenskonflikten in der Kryptobranche.
Yorkville America, Finanzier und Vermögensverwalter von Trump Media & Technology Group (TMTG) hinter Truth Social, signalisiert keine weiteren Ambitionen für einen Krypto-ETF unter dem '40 Act-Rahmenwerk. Die Rückzüge erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken, dass Trumps enge Verbindungen zur Kryptoindustrie und seine finanziellen Interessen seinen Pflichten als US-Präsident zuwiderlaufen. Demokratische Senatoren fordern seit seiner Amtsübernahme im Januar 2025 Antworten ein, insbesondere bezüglich seiner Rolle bei der World Liberty Financial-Plattform.
Die Nachfrage nach Krypto-ETFs hat sich 2026 deutlich abgekühlt. Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten bislang nur 790 Millionen Dollar Nettozuflüsse – ein Bruchteil der 25 Milliarden Dollar aus 2025. Ether-Spot-ETFs verloren sogar 640 Millionen Dollar, während neue Altcoin-ETFs bei ihrem Start deutlich weniger Interesse wecken als ihre Vorgänger.
Analysten vermuten, dass Yorkville Americas Ausstieg primär auf den harten Wettbewerb im Bitcoin-ETF-Markt zurückzuführen ist. Besonders die neue Morgan Stanley Bitcoin Trust mit einer Gebühr von nur 0,14% setzt neue Maßstäbe. Die geplanten Krypto-ETFs sollten ursprünglich Teil von TMTGs breiterer Kryptostrategie sein, zu der auch die 2025 gestartete Plattform Truth.fi gehört.