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Markt12. Juli 2026

Thailand ermittelt gegen USDT-Geldwäsche – Touristen im Fokus?

Thailand verschärft die Kontrollen gegen illegale Kapitalflüsse über Stablecoins wie USDT. Die Zentralbank und Börsenaufsicht untersuchen auffällige Handelsmuster und ausländische Marktteilnehmer, ohne dabei ein generelles Verbot anzustreben.

Der Kryptomarkt ermöglicht schnelle grenzüberschreitende Zahlungen und unkomplizierten Vermögenshandel – doch genau diese Eigenschaften machen ihn anfällig für Geldwäsche und illegale Kapitalbewegungen. Stablecoins wie USDT sind besonders attraktiv für solche Aktivitäten, da sie den Wert des US-Dollars abbilden und weltweit rund um die Uhr transferierbar sind. Thailand verstärkt nun sein Vorgehen gegen sogenanntes „Grey Money" – Kapital aus illegalen oder nicht transparenten Quellen, das anschließend in den regulären Finanzkreislauf gelangt.

Die Ermittlungen der Bank of Thailand und der SEC konzentrieren sich auf verdächtige Handelsmuster und ungewöhnlich hohe Volumina. Über 40 Prozent der USDT-Verkäufer auf thailändischen Plattformen waren nach Angaben des Zentralbankgouverneurs als ausländische oder nicht in Thailand ansässige Personen klassifiziert. Die Behörden prüfen dabei speziell, ob diese Marktteilnehmer die erforderliche Berechtigung für ihre Geschäftstätigkeiten besitzen. Das durchschnittliche tägliche USDT-Handelsvolumen liegt bei etwa 2,8 Milliarden Baht – ein Volumen mit erheblichen Auffälligkeiten.

Wichtig ist: Die Kritik an ausländischen Beteiligten zielt nicht auf Touristen oder Privatanleger ab, sondern auf verdächtige Handelsstrukturen und mögliche Umgehungen regulärer Banküberweisungen. Thailand plant kein generelles Stablecoin-Verbot. Stattdessen arbeitet die Zentralbank an einem regulierten Modell eines Baht-gedeckten Stablecoins, um den Markt transparenter und kontrollierter zu gestalten.

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