Die US-Behörde FTC verklagt den Telehealth-Anbieter Hims & Hers, weil das Unternehmen sensitive Gesundheitsdaten von Patienten an Werbe-Plattformen wie Meta und Snap weitergegeben haben soll – trotz Zusicherungen von Datenschutz und Diskretion. Zusätzlich wirft die FTC dem Unternehmen vor, Kunden ohne informierte Zustimmung in automatische Abo-Modelle eingebunden zu haben.
Die FTC, zusammen mit den Bundesstaaten Kalifornien und Utah, reichte am Dienstag Klage gegen den Telehealth-Anbieter Hims & Hers ein. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Verbrauchern ein „100% privates und sicheres" Angebot versprochen zu haben, während es ihre sensiblen Gesundheitsdaten an Werbe-Netzwerke weiterleitete. Betroffen waren Kunden, die Behandlungen gegen Erektionsstörungen, Haarausfall, psychische Erkrankungen und Gewichtsprobleme suchten.
Hims setzte dabei Tracking-Technologien wie Meta Pixel und Meta Conversions API ein, um Nutzerdaten an Plattformen wie Meta, Snap, Google, Microsoft, TikTok und Pinterest zu übermitteln. Die Regulatoren werfen dem Unternehmen vor, diese Datenweitergabe nicht transparent kommuniziert zu haben. Auch sollen Kunden ohne explizite Zustimmung in wiederkehrende Abos eingebunden worden sein.
Hims & Hers, ein börsennotiertes Unternehmen, wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich „entschieden gegen diese unbegründeten Ansprüche zu verteidigen". Der Datenschutzvorstoß zeigt, wie Telehealth-Anbieter mit sensiblen Patientendaten umgehen und verdeutlicht regulatorischen Druck auf die Branche beim Schutz medizinischer Informationen.