Das börsennotierte Vermögensmanagement-Unternehmen Strive hat zwischen dem 5. und 9. Oktober insgesamt 3.311 Bitcoin für etwa 280 Millionen Dollar gekauft – seine größte Einzeltransaktion seit Januar. Die Käufe erfolgten zu einem Durchschnittspreis von rund 84.500 Dollar pro Coin und erhöhen Strives Gesamtbestand auf 32.773 Bitcoin.
Strive setzt damit seine aggressive Bitcoin-Akkumulationsstrategie fort. Nach Käufen im Wert von 169 Millionen Dollar Anfang Oktober und 94,5 Millionen Dollar im späten September zeigt das unter dem Tickersymbol ASST an der Nasdaq gelistete Unternehmen eine deutlich beschleunigte Kaufaktivität. Der aktuelle Bestand von etwa 2,73 Milliarden Dollar macht Strive zu einem der größten korporativen Bitcoin-Halter.
Das Unternehmen unter der Leitung von CEO Matthew Cole folgt einer Strategie, die Michael Saylors MicroStrategy popularisiert hat: Bitcoin als Kernbestandteil der Unternehmensbilanzen zu nutzen und die Aktienkursentwicklung direkt an die Bitcoin-Performance zu koppeln. Strives Portfolio umfasst neben den 32.773 Bitcoin auch etwa 505.000 Vorzugsaktien von MicroStrategy im Wert von rund 50 Millionen Dollar und etwa 310 Millionen Dollar in Bargeld.
Das Timing der Käufe ist strategisch: Strive erwarb die Bitcoin während eines schwachen Marktwochen-Verlaufs unterhalb der jüngsten Höchststände von knapp 87.000 Dollar. Allerdings birgt diese Treasury-Strategie erhebliche Risiken: Die Unternehmensgewinne schwanken mit der notorischen Bitcoin-Volatilität, und Kritiker hinterfragen, inwieweit Aktienkursaufschläge solcher Firmen von der Kontinuität dieser Ankäufe abhängen.