Solana notiert auf einem neuen Drei-Monats-Hoch bei 117,79 Dollar, doch die Rally wird eher durch Derivate-Liquidationen als durch echte Nachfrage gestützt. ETF-Zuflüsse sind in den letzten Wochen deutlich geschrumpft und liefern damit keine Erklärung für den Kurssprung.
Solana hat am 21. September 2026 ein neues Drei-Monats-Hoch erreicht und notiert über jedem Stundenkurs der vergangenen 90 Tage. Der Kurs kletterte bis auf 118,19 Dollar hinauf, was einem Wochenplus von 15,36 Prozent entspricht. Dabei stellt sich die Frage, ob diese Bewegung auf fundamentaler Nachfrage beruht oder nur technisch getrieben ist.
Die US-Spot-ETFs auf Solana haben zwar zwölf Wochen in Folge Nettozuflüsse verzeichnet, doch die Größenordnung ist deutlich gesunken. Waren es Ende August noch über 153 Millionen Dollar pro Woche, schrumpfte dies auf 6 bis 61 Millionen Dollar in den letzten Wochen – ein Bruchteil der Marktkapitalisierung von 69,2 Milliarden Dollar. Rund 80 Prozent der Zuflüsse entfallen auf ein einziges Produkt, den BSOL von Bitwise, der Staking-Erträge an Anleger weiterreicht.
Der Montag war stattdessen geprägt von massiven Short-Liquidationen: Derivate-Positionen im Wert von 746,6 Millionen Dollar wurden zwangsweise geschlossen, davon 647,9 Millionen Wetten auf fallende Kurse. Dieses Zwangsliquidierungsszenario erklärt den kräftigen Kurssprung deutlicher als die schwachen ETF-Zuflüsse. Als entscheidend gilt nun, ob sich die Marke von 114 Dollar in den kommenden Tagen als stabiler Boden bestätigt.