Ein funktionierender Jailbreak für die PlayStation 5 wurde öffentlich gemacht und ermöglicht das Ausführen von Custom Code auf Konsolen mit Firmware 7.00 bis 13.60. Der Zeitpunkt ist brisant: Sony argumentierte kürzlich vor Gericht, dass Spieler digitale Spiele nicht wirklich besitzen.
Der sogenannte Relapse Jailbreak wurde auf GitHub unter MIT-Lizenz veröffentlicht und benötigt nur eine DNS-Änderung sowie wenige Handgriffe zur Aktivierung. Nutzer müssen lediglich die primäre DNS ihrer PS5 auf 45.56.67.85 einstellen, die Bedienungsanleitung öffnen und eine URL eingeben. Allerdings handelt es sich um einen nicht-persistenten Exploit, der nach jedem Neustart erneut ausgeführt werden muss. Konsolen mit Firmware-Updates vom 16. September oder neuer sind nicht kompatibel.
Der Jailbreak ermöglicht das Laden von Homebrew-Anwendungen und Spiel-Sicherungen durch einen ELF-Loader. Hauptbedenken sind potenzielle Raubkopien und das Ausführen von Spielen, die nicht erworben wurden. Das GitHub-Repository trägt eine Haftungsausschlussklausel für „Bildungs- und Sicherheitsforschungszwecke" und distanziert sich von Piraterie. Allerdings warnt das Projekt vor möglichen Systemfehlern, Datenverlust und Account-Sperrungen.
Die Veröffentlichung fällt zeitlich unglücklich zusammen: Sony argumentierte gerade vor Gericht, dass Verbraucher nicht zu Recht glauben, digitale Spiele zu besitzen. Das Unternehmen behauptet, dass die Spiele nur lizenziert und nicht verkauft werden. Während die laufende Klage die Besitzverhältnisse im Store thematisiert, betrifft der Jailbreak die Frage, was Nutzer mit ihrer gekauften Konsole tun dürfen.