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Markt05. August 2026

Perplexity gewinnt gegen Amazon: Gericht erlaubt KI-Shopping-Tool

Ein US-Berufungsgericht hat eine Blockade von Perplexitys KI-Shopping-Tool aufgehoben. Das Gericht befand, dass Nutzer – nicht Perplexity – auf Amazon zugreifen, weshalb keine Gesetzesverletzung vorliege. Das Urteil könnte zukünftige Rechtsstreitigkeiten über autonome KI-Agenten prägen.

Der Ninth Circuit Court of Appeals hob am Dienstag eine richterliche Anordnung auf, die Perplexitys AI-Agent Comet blockiert hatte. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass Amazon nicht nachweisen kann, dass Perplexity gegen den Computer Fraud and Abuse Act verstößt – ein US-Bundesgesetz gegen illegale Computerzugriffe. Amazon hatte argumentiert, Comet täusche automatisierte Zugriffe als normalen Browserzugriff vor und würde Kundenkonten ohne Berechtigung nutzen.

Perplexity verteidigt sich mit dem Argument, dass Comet nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer aktiv werde und ausschließlich mit deren eigenen, lokal gespeicherten Anmeldedaten arbeite. Das Gericht bestätigte diese Sicht: Da die Nutzer – nicht Perplexity – letztlich auf die Plattform zugreifen, liege keine unbefugte Systemnutzung vor. Amazon hatte im November 2024 eine Unterlassungserklärung versendet und Klage eingereicht; im März folgte zunächst eine einstweilige Verfügung gegen Perplexity.

Obwohl das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, signalisiert das Urteil, wie Gerichte künftig KI-Agenten bewerten könnten, die im Auftrag von Nutzern handeln. Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf die rechtliche Behandlung ähnlicher AI-Tools im E-Commerce haben und Fragen zur Balance zwischen Plattformschutz und Nutzerfreiheit neu aufwerfen.

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