Nordkorea nutzt IT-Fachkräfte aus dritten Ländern wie dem Iran und dem Libanon, um in amerikanische Unternehmen einzudringen und Gelder für sein Waffenprogramm zu stehlen. Ein US-Regierungsalarm warnt vor Datendiebstahl, Kryptowährungsraub und dem Diebstahl sensibler Informationen.
Die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK) hat eine neue Strategie entwickelt, um staatliche Sanktionen zu umgehen: Sie rekrutiert Remote-Arbeiter aus dritten Ländern, um in US-Unternehmen einzudringen. Nach Angaben von NBC werden diese ausländischen IT-Fachkräfte über LinkedIn angeworben und erhalten teilweise 500 US-Dollar monatlich in Kryptowährungen, um als "Interview Associates" zu fungieren.
Das Vorgehen folgt einem bewährten Muster: Zunächst passen sich ausländische Mitarbeiter bei Bewerbungsgesprächen ein, um Arbeitsverträge zu erhalten. Danach übernehmen nordkoreanische Operatoren die Positionen und agieren als Insider-Bedrohung. Ein Juli-Alert der US-Regierung und internationaler Behörden warnt explizit vor Datenabfluss, Kryptowährungsdiebstahl und der Exfiltration vertraulicher Informationen.
Die Strategie scheint erfolgreich zu sein: Laut der Cybersicherheitsfirma CrowdStrike waren nordkoreanische Akteure 2025 für über zwei Milliarden Dollar an Kryptowährungsverlusten verantwortlich – ein Anstieg um 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz globaler Sanktionen verzeichnete Nordkoreas Wirtschaft nach Angaben der Bank of Korea 2025 ein Wachstum von 3,5 Prozent.