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Markt26. Juli 2026

Mira Muratis Inkling-Modell: Western Alternative im KI-Rennen

Mira Murati hat nach ihrem Ausstieg bei OpenAI das Open-Source-Sprachmodell Inkling vorgestellt. Das 975-Milliarden-Parameter-Modell zeigt Stärken bei autonomen Aufgaben, kann aber bei der Rohleistung nicht mit chinesischen Konkurrenten mithalten.

Thinking Machines Lab veröffentlichte Inkling am 15. Juli als erstes großes Modell nach Muratis Abgang von OpenAI im September 2024. Das Mixture-of-Experts-Modell wurde komplett von Grund auf trainiert und ist seit Juli auf OpenRouter verfügbar. Mit 41 Milliarden aktiven Parametern bei 975 Milliarden Gesamtparametern, Unterstützung für Bild-, Text- und Audio-Eingaben sowie einem 1-Million-Token-Kontextfenster adressiert es eine wachsende Nachfrage nach westlichen Alternativen.

Inkling punktet besonders bei agentengesteuerten Aufgaben und Tool-Nutzung: Im MCP-Atlas-Benchmark erreicht es 74,1% (fast 30 Punkte über Nvidias Nemotron), beim SWE-Bench-Test für autonomes Bug-Fixing 77,6%. Die Preisgestaltung auf OpenRouter ($1 pro Million Input-Token, $4,05 pro Million Output-Token) macht das Modell für Integration in bestehende Systeme attraktiv.

In praktischen Tests zeigt sich ein differenziertes Bild: Bei komplexen Aufgaben entstehen teilweise nicht lauffähige Outputs. Einfachere Anfragen werden besser bewältigt, ohne dabei jedoch Spitzenleistungen zu liefern. Für reine Codierungsleistung pro Dollar behalten chinesische Modelle derzeit den Vorteil – ein Indiz dafür, dass der westliche KI-Sektor das Rennen um Open-Source-Leadership noch nicht entschieden hat.

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