Michael Saylor vergleicht Bitcoins Konsensregeln mit einer Verfassung und bezeichnet Änderungsvorschläge wie BIP-110 als Angriff auf wirtschaftliche Rechte. Der MicroStrategy-Chef warnt davor, dass Protokolländerungen die Freiheit gefährden könnten.
Der Strategie-Executive Michael Saylor hat sich in einem neunteiligen Thread auf X gegen jegliche Veränderungen des Bitcoin-Protokolls ausgesprochen. Er argumentiert, dass Bitcoins Konsensregeln einer staatlichen Verfassung gleichkommen und deren Umschreibung durch einzelne Fraktionen einem wirtschaftlichen Diebstahl gleichkommt. Mit dieser Deutung rahmt Saylor die aktuelle Protokoll-Debatte als verfassungsrechtliche Krise ein.
Saylor konkretisiert seine Kritik am Beispiel von BIP-110, einem Verbesserungsvorschlag, der nicht-finanzielle Daten wie Ordinals-Inschriften für etwa ein Jahr von der Blockchain verbannen soll. Darüber hinaus wendet er sein Argument auf Covenants (intelligente Verträge) und Blockgrößen-Erhöhungen an – und bezeichnet alle drei als dasselbe "verfassungsrechtliche Vergehen". Nach aktuellem Stand hat BIP-110 nur 2,64 Prozent Unterstützung unter Minern, deutlich unter der erforderlichen 55-Prozent-Schwelle.
Saylor warnt, dass Protokolländerungen "selten, konservativ und notwendig, nicht ambitioniert" sein müssen. Jede Umschreibung der Regeln für Faktionsziele gefährde die wirtschaftlichen Rechte aller Teilnehmer – sowohl heute als auch für kommende Generationen. Seine zentrale Botschaft lautet: "Verteidigt Bitcoins Verfassung. Verteidigt die Zukunft."