Metas intelligente Ray-Ban-Brillen geraten wegen schwerwiegender Datenschutzverletzungen unter Druck. Seit 2026 häufen sich Berichte über heimliche Videoaufnahmen, fehlende Transparenz bei der Datenverarbeitung und geplante Gesichtserkennung, die zu Klagen und Ermittlungen führen.
Metas AR-Brille sollte das Smartphone ersetzen, wird aber zunehmend als Sicherheitsrisiko wahrgenommen. Eine BBC-Untersuchung zeigte, dass Frauen ohne Einwilligung gefilmt und die Videos auf TikTok verbreitet wurden – teilweise über 100 Videos von einem Account. Zusätzlich deckte eine schwedische Recherche auf, dass externe Auftragnehmer Aufnahmen mit sensiblen Inhalten wie Bankdaten und Badezimmerszenen einsehen konnten.
Die Kontroversen führten zu massiven rechtlichen und politischen Konsequenzen. Eine Sammelklage wirft Meta fehlende Transparenz vor, US-Senatoren warnten vor Gesichtserkennung als „rote Linie", und die ACLU forderte zusammen mit 75 Organisationen den Verzicht auf diese Technologie. Auch der texanische Generalstaatsanwalt und die schottische Polizei ermitteln gegen das Unternehmen.
Meta reagierte mit technischen Anpassungen, etwa der Deaktivierung der Kamera bei Manipulation der Aufnahmeleuchte. Doch diese Maßnahmen stoppten die Kritik nicht. Aktivisten in mehreren Ländern starteten Kampagnen gegen die Datenschutzrisiken, die das Vertrauen in die Technologie weiter untergraben haben.