Forscher haben mithilfe von KI-Agenten die Rechenressourcen für einen theoretischen Quantenangriff auf Bitcoins Kryptografie drastisch gesenkt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Risiko durch Quantencomputer ernst zu nehmen ist, aber noch Jahre bis zu einer praktischen Bedrohung vergehen dürften.
Im Rahmen des ECDSA.Fail-Wettbewerbs gelang es über 100 Teilnehmern, die Ressourcen-Anforderungen für einen Schlüsselschritt beim Knacken von Bitcoin-Adressen um 86 Prozent zu senken. Die Benchmark sank von 10,75 Milliarden auf 1,496 Milliarden Punkte – gemessen in der Kombination aus logischen Qubits und Toffoli-Gates, den teuersten Quantenoperationen. Das erfolgreichste Design benötigte 1.151 logische Qubits und etwa 1,3 Millionen Toffoli-Gates.
Ziel der Forschung war es nicht, Bitcoin-Wallets zu knacken, sondern die Effizienz künftiger Quantenangriffe zu verstehen und Abwehrmechanismen zu entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass der technische Fortschritt schneller voranschreitet als bisher angenommen – der „Q-Day", an dem Quantencomputer Bitcoin gefährden könnten, rückt näher.
Experten warnen bereits vor der Notwendigkeit, auf quantensichere Kryptografie umzusteigen. Das US-Standardisierungsinstitut NIST hat bereits Post-Quantum-Alternativen zertifiziert und plant, klassische Public-Key-Verfahren nach 2030 zu deprecaten und nach 2035 vollständig zu verbieten. Kryptounternehmen wie Galaxy Digital investieren bereits in entsprechende Sicherheitsforschung.